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VB - 4: Ereignisse

Was so alles passieren kann...

Zwar kann man auch unter VB noch Programme schreiben, die streng Befehl auf Befehl abgearbeitet werden, der Normalfall ist jedoch anders. Das Zauberwort heißt "ereignisorientiert".

Was ist damit gemeint? Nun, immer wenn im Programm etwas "passiert" - das kann durch den Benutzer ausgelöst werden, aber auch eine Folge von anderen Befehlen sein - spricht man von einem "Ereignis" (Event).

Das sind nur einige Beispiele. Welche Ereignisse bei einem Steuerelement (z.B. Button, Fenster, Bildfeld, Menü) möglich sind, ist unterschiedlich und hängt von dessen Funktion ab. Wir müssen uns diese Möglichkeiten nicht alle merken, die Entwicklungsumgebung gibt uns jederzeit Hilfestellung, wie wir später noch feststellen werden. Ganz von selbst werden wir im Laufe der Zeit mit der Auswahl und ihrer Bedeutung vertraut werden.

Ereignisse können auch gezielt im Programm ausgelöst werden, z.B. kann ein Click-Ereignis, ausgelöst durch den Benutzer, dazu führen, daß an anderer Stelle vom Programm ein Text verändert werden muß, was dann für den Text wiederum ein Change-Ereignis darstellt. So können Ereignisse ganz schnell zu Kettenreaktionen führen.

Die Aufgabe des Programmieres ist es nun, festzulegen, bei welchen Ereignnissen das Programm auf welche Weise reagieren soll. Es müssen längst nicht alle möglichen Ereignisse berücksichtigt werden. Definiert man für ein Ereignis keine Befehlsfolge, wird auch vom Programm keine Reaktion erfolgen.

Zwischendurch kann es immer wieder mal vorkommen, daß ein Programm zwar noch sichtbar und bereit für den Empfang von Befehlen ist, aber augenblicklich nichts tut, bis wieder ein Ereignis eintritt. Z.B. kann man eine Textverarbeitung öffnen, sie verbraucht dann im "Ruhezustand" zwar Speicher und Resourcen, doch wird der Rechner erst so richtig ins Schwitzen gebracht , wenn man z.B. die Rechtschreibprüfung über den Text laufen läßt oder mehrere Seiten neu formatiert.

Alle Befehle für die einzelnen Ereignisse werden in sogenannten Prozeduren (Procedure) abgelegt. Das sind Unterprogramme, die in sich wie "normale" Basic-Programme aufgebaut sind:

        Sub Button1_Click ()
            Befehl1
            Befehl2
            ...
            Befehlx
        End Sub

        Sub Button2_Click ()
            BefehlA
            BefehlB
            ...
            BefehlZ
        End Sub
 

Die Reihenfolge, in der die einzelnen Prozeduren geschrieben und abgespeichert werden, spielt dabei keine Rolle, sie werden vom Programm automatisch dann angesprungen, wenn das jeweilige Ereignis eintritt. Wichtig ist nur die Befehlsfolge innerhalb einer Prozedur. Dort können bei Bedarf auch andere Prozeduren als Unterprogramme aufgerufen werden.

Wem das jetzt ein wenig zu theroretisch war: Keine Sorge, das klärt sich alles auf, wenn wir in Kürze unsere ersten Programmzeilen schreiben...

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